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Vieleitiger Pfahlbau am Ordinger Strand
Der neue Mehrzweck-Pfahlbau vereint und ersetzt zwei der bisherigen Wahrzeichen St. Peter-Ordings. (Foto: www.st-peter-ording.de)

St. Peter-Ordings Wahrzeichen stellen sich neu auf

Vieleitiger Pfahlbau am Ordinger Strand

Die Pfahlbauten – bisher drei Gebäude pro Badestelle – sichern sorglose, fröhliche Strandtage an den fünf Badestellen von St. Peter-Ording. Hier, bis zu sieben Meter über der Sandbank, befinden sich die Badeaufsicht und die Strandkorbvermietung, die Sanitäranlagen und die Gastronomie. Doch selbst Pfahlbauten, die sich in luftiger Höhe den stärksten Einflüssen der Nordsee wie Fluten und Stürmen entziehen, kommen in die Jahre.

Und so hat die Tourismus-Zentrale St. Peter-Ording in den letzten zwölf Monaten einen modernen Mehrzweck-Pfahlbau an der Badestelle Ording errichtet und zudem ein Sanitärgebäude an der Badestelle Ording-Nord neu gebaut.

Im Beisein von Staatssekretär Dr. Thilo Rohlfs aus dem Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus des Landes Schleswig-Holstein fand die offizielle Eröffnung im neuartigen Pfahlbau am 30. April 2019 statt. Der neue Mehrzweck-Pfahlbau vereint und ersetzt zwei der bisherigen Wahrzeichen St. Peter-Ordings – Sanitärgebäude und Badeaufsicht mit Strandkorbvermietung –, die knapp 40 Jahre in Betrieb waren. Der Bau ist sieben Meter hoch und zudem größer und moderner als seine Vorgänger. Neben ganzjährig zugänglichen WCs, einem barrierefreien WC, der Badeaufsicht und der Strandkorbvermietung integriert er auch einen Info-Point des Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer.

Neue Ära, neuer Service, neues Panorama

Nach mehrjähriger Planungszeit begannen vor rund einem Jahr die ersten vorbereitenden Arbeiten für den großen Neubau am Ordinger Strand. Die Pfähle für das neue Gebäude wurden 160 Meter weiter landeinwärts gesetzt. Hintergrund der Verlagerung sind die Veränderungen der Sandbank. Nach Prognosen des Landesbetriebs für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein (LKN) wird die Wasserkante am Strandabschnitt Ording jährlich 6 bis 8 Meter landeinwärts rücken.

Seit dem Frühjahr 2018 entstand dort ein markanter Neubau mit Panoramafenstern für die Badeaufsicht und Strandkorbvermietung sowie hochmoderner Ausstattung. Die neuen Sanitäranlagen bleiben ganzjährig geöffnet und bieten auch ein barrierefreies WC mit Ladestation für E-Rollis. Zudem stehen ein Info-Point zum Nationalpark Wattenmeer und ein digitales Besucherinformationssystem zur Verfügung. Im Zuge des großen Neubaus wurde auch das bisherige Sanitärgebäude an der Badestelle Ording Nord neu gebaut und dabei landeinwärts verlagert.

Beide Pfahlbauten sind mittlerweile in Betrieb. Ende März begann die Tourismus-Zentrale mit dem Rückbau der bisherigen Pfahlbauten an der Badestelle Ording. Dort erwartet die Gäste jetzt neben neuem, zeitgemäßem Service ein leicht verändertes Panorama mit zwei Pfahlbauten – der Strandbar 54° und dem neuen Pfahlbau.

Pfahlbauten seit mehr als 100 Jahren

Bald 110 Jahre währt die Tradition der Pfahlbauten am Strand von St. Peter-Ording, die sich längst zum Wahrzeichen des Nordseeheil- und -schwefelbads entwickelt haben. Begonnen hatte alles mit einer sogenannten „Giftbude", einer Erfrischungshalle auf Pfählen, die von 1911 bis 1935 bestand. Der Name sagt auf Plattdeutsch „dor gifft dat wat". Über die Jahre folgten Badeaufsicht sowie Umkleiden.

Angesichts der häufigen Überflutung der Sandbank eignen sich am St. Peter-Ordinger Strand bis heute nur Pfahlbauten als Gebäude. Sie stehen auf bis zu sieben Meter hohen Pfählen, die fünf Meter in den Boden eingespült sind. Die Pfahlbauten erfüllen wichtige Versorgungsfunktionen an den fünf Badestellen. Seit den 1960er/1970er Jahren war jede Badestelle mit drei Bauten ausgestattet worden: einem für die Sanitäranlagen, einem für die Badeaufsicht/Strandkorbvermietung und einem für die Gastronomie.

www.st-peter-ording.de

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