Ostfriesischer Snirtjebraten – Früher für die Schlachthelfer, heute ein Festessen. (Foto: Dieck/Vogt)

LAND & MEER Rezept der Woche: Ostfriesischer Snirtjebraten

Für die Gäste nur das Beste

Hausschlachtungen waren früher im Winter ein ganz normales Geschäft auf den Bauernhöfen in Ostfriesland. Schon früh am morgen ging es los. Wenn der Schlachter mit dem Zerlegen begann, wanderten die besten Stücke aus Nacken und Schulter direkt in den Topf. Als Snirtjebraten kamen sie dann mittags als Belohnung für die Helfer auf den Tisch. Ein Rezept aus unserem Kochbuch "Pottkieker light"

So ein richtig fettes Hausschwein brachte damals gut und gerne 150 Kilo auf die Waage. Wenn es im Spätherbst ans Schlachten ging auf den Bauernhöfen, dann waren kräftige Arme gefragt, die dem Schlachter zur Hand gingen. Weil alles schnell gehen musste, artete das Ganze in harte Arbeit aus, entsprechend musste mittags etwas Kräftiges auf den Tisch. Für den Schlachter war es die vornehmste Aufgabe ganz am Anfang des Zerlegens die schönsten Teile aus dem Nacken und der Schulter herauszuschneiden und in der Küche zum Schmoren abzuliefern, denn mittags gab es als Belohnung für die Helfer den beliebten „Snirtjebra", wobei Snirtje von schneiden kommt.

Was damals unter Beigabe von Zwiebeln und Gewürzen einige Stunden auf dem Herd köchelte, wird heute etwas feiner zubereitet, denn damals wie heute ist Snirtje ein Festessen, nur dass man sich heute bei der Zubereitung mehr Zeit lassen kann.

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