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Auf Station in Laboe
Die Freiwillige Feuerwehr Laboe begrüßt die neue BERLIN beim Erstanlauf ihrer Station. (Foto: www.seenotretter.de)

Neuer Seenotrettungskreuzer "Berlin"

Auf Station in Laboe

Der neue Seenotrettungskreuzer "Berlin" hat am Sonntag, 15. Januar 2017, erstmals auf seiner Station Laboe festgemacht. Rund 500 Menschen begrüßten den jüngsten Neubau der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) am Nachmittag in dem Hafen an der Kieler Förde. Offiziell in Dienst gestellt wird die "Berlin" am Samstag, 4. Februar. Dazu sind alle Freunde und Förderer der Seenotretter herzlich willkommen.

Die neue "Berlin" hat in Laboe ihre 32 Jahre alte Vorgängerin gleichen Namens ersetzt. Sie wurde, wie die gesamte Arbeit der Seenotretter, ausschließlich durch freiwillige Zuwendungen finanziert. Der kurz vor Weihnachten getaufte Neubau ist der zweite der neu entwickelten 28-Meter-Seenotrettungskreuzer. Diese Klasse ist der leistungsfähige Nachfolgetyp für die zwischen 1985 und 1992 in Dienst gestellten 27,5-Meter-Einheiten.

Die Begrüßung in Laboe am 15. Januar hatten die Freiwillige Feuerwehr Laboe mit Martinshorn und Wasserfontänen sowie der Verein „Ole Schippn" mit Shanty-Klängen stimmungsvoll in Szene gesetzt. Zur offiziellen Indienststellung am Samstag, 4. Februar, wiederum erwarten die Seenotretter ab 11 Uhr erneut viele Gäste, darunter ihre Partner auf und über See, Vertreter von Behörden, Vereinen und Verbänden sowie der Politik. Beim „Open Ship" ist die 28 Meter lange, 6,20 Meter breite, fast 4.000 PS starke und 24 Knoten schnelle "Berlin" zu besichtigen. Auch das Informationszentrum der Seenotretter im Laboer Hafen ist geöffnet.

Besondere Merkmale der rund um die Uhr mit vier Seenotrettern besetzten "Berlin" sind eine umfassende Ausrüstung zur medizinischen Erstversorgung an Bord, eine Feuerlöschpumpe mit ferngelenktem Monitor zur Bekämpfung von Bränden auf See und die Fähigkeit, sich im Falle des Durchkenterns innerhalb weniger Sekunden selbst wieder aufzurichten. In der Heckwanne führt sie das gut acht Meter lange Tochterboot "Steppke" mit sich.

Neuer Schiffstyp

Für die Besatzung ändert sich mit dem neuen Schiffstyp einiges: Im Gegensatz zu ihrer Vorgängerin verfügt die neue BERLIN über eine geschlossene Brücke. Den Schiffbauern ist es gelungen, eine hervorragende Rundumsicht zu gewährleisten und auch einen speziellen Arbeitsplatz für die Einsatzkoordinierung auf der Brücke zu integrieren.

Schauspielerin Meret Becker, in Bremen geborene und in Berlin lebende Stieftochter des 2013 verstorbenen Seenotretter-„Bootschafters" Otto Sander, hatte die "Berlin" am 17. Dezember 2016 in Bremen getauft. "Steppke" erhielt ihren Namen von der Seenotretter-begeisterten achtjährigen Tessa Mielitz, die im Urlaub schon oft bei den Laboer Rettungsmännern zu Besuch war.

Laboe ist die einsatzreichste Station der Seenotretter mit jährlich 130 bis 150 Alarmierungen. Mehr als 13.000 Berliner spenden regelmäßig für ihre Arbeit, und rund 400 Sammelschiffchen haben ihren „Liegeplatz" in der Bundeshauptstadt. Viele Berliner sind zudem Wassersportler auf der Kieler Förde oder verbringen an den Stränden im Revier der "Berlin" ihren Urlaub.

Mehr über die Arbeit der Seenotretter finden Sie hier: www.seenotretter.de

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