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Die schwierige Knolle
Frische Rote Bete gibt es beim Gemüsehändler das ganze Jahr über. Unsere ostpreußischen Nachbarn kochten daraus immer Betenbartsch, ein leckeres schnell gemachtes Süppchen. (Foto: Dieck/Vogt)

LAND & MEER Rezept der Woche: Rote Be(e)te Suppe – Betenbartsch

Die schwierige Knolle

Beim Gemüsehändler wird sie wegen ihres Aussehens gern übersehen, über die richtige Schreibweise der roten Rübe ist man sich auch nicht einig und die meisten kennen die rote Beete sowieso nur aus dem Glas als Beilage oder im roten Heringssalat. Schade, denn die Knolle hat einiges in sich, das man unbedingt kennenlernen sollte.

Mal ehrlich, wenn man sich die Auslagen eines Gemüsehändlers ansieht, dann gibt es wirklich schickeres Gemüse, dunkel glänzende Auberginen zum Beispiel, oder Blumenkohl mit seinen weißen Röschen. Diese erdig grauen Knollen, denen man ihren Namen rote Bete wirklich nicht ansieht, werden eher übersehen. Kein Wunder, denn die meisten kennen die rote Rübe auch nur aus dem Glas, denn schon die Zubereitung der Bete hat es in sich, weil der Saft der Knolle wirklich intensiv färbt.

Aber es geht ja noch weiter mit den Schwierigkeiten. Selbst die Schreibweise der Be(e)te ist nicht einheitlich. In älteren Wörterbüchern heißt die Bete eben Beete. Jetzt ist man dazu übergegangen, Bete zu bevorzugen, weil die Rübe vom lateinischen „Beta vulgaris" abgeleitet wird.

Doch nun zu den positiven Eigenschaften der Roten Bete. Wenn man alles richtig macht lässt sie sich viel leichter verarbeiten als gedacht. Die ganzen Knollen kommen einfach so in einen Topf mit Wasser. Von den Stielen bleibt ein kleiner Rest stehen und die Wurzeln bleiben auch dran. So kann die Rübe ihren intensiven roten Saft bei sich behalten und blutet nicht aus. Nach einer Stunde köcheln ist die Rübe gar und wird unter kaltem Wasser abgeschreckt und am besten auch geschält. Ein Ritz reicht meistens, dann flutscht sie mit etwas Druck schon aus ihrer Haut.

Beim Weiterverarbeiten sollte man den ausblutenden Saft unbedingt aufbewahren, denn ihm werden wahre Wunder nachgesagt. Er soll Sportlern zu größerer Ausdauer verhelfen, den Blutdruck signifikant senken und das Gehirn deutlich besser durchbluten helfen. Verantwortlich dafür ist das natürliche Nitrat, das im Saft der Bete enthalten ist. Wer allerdings zuviel davon trinkt, wird auch feststellen, dass der Saft sogar den Urin verfärbt.

Frische Rote Bete gibt es beim Gemüsehändler das ganze Jahr über. Unsere ostpreußischen Nachbarn kochten daraus immer Betenbartsch, ein leckeres schnell gemachtes Süppchen.

Rote Be(e)te Suppe – Betenbartsch – Die schwierige Knolle

Zutaten (für vier Personen):

4 kleine Rote Beten (400g)

1 Liter Gemüsebrühe

1 Zwiebel

1 Becher saure Sahne

1 Paket Bacon

1 Becher Schmand

Essig

Mehl

Zucker

Salz

Pfeffer

Majoran

Zubereitung

Die Roten Beten eine Stunde kochen und unter Wasser von der Haut befreien. Dann mit dem Pürierstab zu Mus verarbeiten. Die Zwiebel in der Gemüsebrühe garen, bis sie weich ist und dann ebenfalls pürieren. Das Rote Betemus in die Flüssigkeit geben und mit Salz, Zucker und einem oder zwei Teelöffel Essig abschmecken. Die Suppe mit etwas Mehl abbinden und die saure Sahne unterrühren.

Servieren

Pro Portion einen Klacks Schmand auf die Suppe geben und eine Scheibe klein geschnittenen kross gebratenen Bacon darüber geben.

Das Kochbuch "Potttkieker light", unsere LAND & MEER Ausgaben und unser Magazin SEASIDE finden Sie hier: www.landundmeer.de

 

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