Direkt zum Menü springen
Direkt zum Inhalt springen
Die Poesie der venezianischen Malerei
Paris Bordone (1500-1571), Junge Dame mit Spiegel und Magd, c Hamburger Kunsthalle, bpk, Foto: Elke Walford

Kunsthalle Hamburg zeigt

Die Poesie der venezianischen Malerei

Die Poesie der venezianischen Malerei würdigt das umfangreiches OEuvre des venezianischen Malers Paris Bordone (1500-1571) im Schatten seines Lehrers Tizian und stellt es im Kontext herausragender venezianischer Künstler wie Palma il Vecchio und Lorenzo Lotto vor. Erstmalig werden dabei die Hauptwerke Paris Bordones in einer Schau zusammengeführt – eine derart umfangreiche Würdigung seines facettenreichen Werkes ist im deutschsprachigen und internationalen Raum bisher einmalig.

Die Ausstellung umfasst rund 100 Exponate, darunter überwiegend Gemälde – viele in großen Formaten – sowie Zeichnungen und Druckgaphik aus renommierten nationalen und internationalen Museen. Paris Bordone gilt als der bedeutendste jener Künstler, die in der Werkstatt Tizians, dem bekanntesten Vertreter der venezianischen Malerei des 16. Jahrhunderts, ausgebildet wurden. Seine Wirkstätte Venedig war zu der Zeit ein Schmelztiegel, in dem die Künstler sich neuen Sujets aus der klassischen Antike zuwandten und neue Stile sowie Techniken entwickelten, um diese darzustellen.

Poesie, Sinnlichkeit, Farbe, Licht, Innovation – diese Leitworte beschreiben das vielseitige künstlerische Schaffen Paris Bordones und seiner Zeitgenossen, das sich in der Ausstellung über thematische Kapitel entdecken lässt. Präsentiert werden die innovativen Bildfindungen von den allegorischen Darstellungen, den mythologischen Szenen und den pastoralen Landschaften bis hin zu den erotisch aufgeladenen weiblichen Idealbildnissen und den lyrischen Männerporträts sowie die Rezeption antiker Architektur. In der unmittelbaren Gegenüberstellung zu den wichtigsten Künstlern aus dem nordalpinen Raum, wie Lucas Cranach d.Ä., Albrecht Dürer, Jan Massys oder Barthel Beham, werden die Wechselwirkungen der venezianischen und der nordalpinen Kunst verdeutlicht. Die ausgestellten Arbeiten beeindrucken durch die Virtuosität der malerischen Geschicklichkeit – zu sehen sind Werke mit enormer Brillanz und Leuchtkraft der Farben, die unter Verwendung neuer Farbpigmente erzielt wurde. Diese konnten bei den sogenannten vendecolori (dt. Farbenhändlern) erworben werden – ein Berufsstand, den es nur in Venedig seit Beginn des 16. Jahrhunderts gab.

Bedeutende Leihgaben

Die Leihgaben stammen aus: Staatliche Kunstsammlungen Dresden; Alte Pinakothek, München; Städel Museum, Frankfurt a. M.; Kunsthistorisches Museum Wien; Rijksmuseum Amsterdam; National Gallery London; Scottish National Gallery, Edinburgh; Musée du Louvre, Paris; Staatliche Eremitage, St. Petersburg; Pushkin Museum, Moskau; Pinacoteca di Brera, Mailand; Galleria degli Uffizi, Florenz; u.a.

Zur Ausstellung erscheint ein reich bebilderter Katalog mit wissenschaftlichen Essays und Texten (Hirmer Verlag, 304 Seiten). Die Publikation ist im Museumsshop zum Preis von 30 Euro erhältlich und kann online über www.freunde-der-kunsthalle.de bestellt werden. Ein zur Ausstellung entwickelter Multimedia-Guide gibt den Besucher_innen vertiefende Einblicke in die Kunstwerke. Zudem begleitet ein umfangreiches Programm u.a. mit Lesungen, wissenschaftlichen Vorträgen, Dialog-Veranstaltungen und Kuratorinnenführungen die Schau.

Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft der Botschaft der Italienischen Republik.

Parallel zu der Ausstellung Die Poesie der venezianischen Malerei werden im Harzen-Kabinett rund 35 druckgraphische Werke von Tizian und anderen venezianischer Künstlern des 16. Jahrhunderts unter dem Titel Holzschnitte aus der Zeit Tizians präsentiert.

www.hamburger-kunsthalle.de

Mehr Informationen zu bedeutenden Ausstellungen hier bei uns im Norden finden Sie im LAND & MEER. Sie erhalten das Magazin für 8,90 Euro am Kiosk oder hier versandkostenfrei im LAND & MEER Shop.

 

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren!

Wie lebt es sich als Astronaut auf der ISS? Bei der Raumfahrtführung bei Airbus erhalten Bremen-Besucher spannende Einblicke. Foto: www.bremen-tourismus.de

Raumfahrtjahr 2018

Sternstunden in Bremen

Kaum einer weiß es: Bremen hat, gemessen an Einwohnern, die höchste Luft- und Raumfahrtbeschäftigungsdichte in Deutschland und eine lange Tradition in dieser Branche. Mit etwa 12.000 Beschäftigten in mehr als 140 Betrieben und rund 20 Forschungsinstituten gehört der Luft- und Raumfahrtstandort Bremen zur Weltspitze. Die weltweit wichtigste und größte Raumfahrttagung, der International Astronautical Congress (IAC), findet 2018 schon zum zweiten Mal an der Weser statt. Ein guter Anlass, nun das Raumfahrtjahr „Sternstunden 2018“ zu feiern. mehr →


„Bootschafter“ Till Demtrøder freut sich auf die Übung mit den Seenotrettern, im Hintergrund ist der Seenotrettungskreuzer ANNELIESE KRAMER/Station Cuxhaven zu sehen. (Foto: DGzRS/Die Seenotretter)

Seenotretter mehr als 2.050 Mal im Einsatz

Rund 500 Menschen aus Seenot gerettet

Auf Nord- und Ostsee sind die Seenotretter im Jahr 2017 mehr als 2.050 Mal im Einsatz gewesen. Die Besatzungen der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) haben dabei rund 500 Menschen aus Seenot gerettet oder Gefahr befreit. Seit der Gründung vor 153 Jahren haben sie insgesamt mehr als 84.500 Menschen auf See schnelle Hilfe gebracht. Mit einem umfangreichen Neubau- und Umstationierungsprogramm bereiten sich die Seenotretter auf die Herausforderungen der Zukunft vor. Im abgelaufenen Jahr wurden sechs neue Rettungseinheiten in Dienst gestellt, fünf weitere folgen in diesem Jahr. mehr →


Sandregenpfeifer bevorzugen Brutplätze an weitgehend vegetationslosen Sand- und Kiesstränden. (Foto: Sebastian Conradt)

Seevogel des Jahres 2018

Verein Jordsand wählt den Sandregenpfeifer

Der Verein Jordsand zum Schutz der Seevögel und der Natur e.V. hat den Sandregenpfeifer zum „Seevogel des Jahres 2018“ gewählt. Der Rückgang dieses bunten Watvogels sei dramatisch, berichtet Dr. Erika Vauk-Hentzelt, amtierende Vorsitzende des Vereins Jordsand. mehr →


Gratis Leseproben des Land & Meer Verlags

Lesen Sie in den aktuellen Ausgaben