Direkt zum Menü springen
Direkt zum Inhalt springen
Hauptschlagader der Energiewende
Windenergie – im Norden gewonnen, im Süden gebraucht. Probleme macht der Transport. (Karte: Stiftg.Offshore Energie)

Sued-Link

Hauptschlagader der Energiewende

An Nord- und Ostseeküste wird Windenergie gewonnen, die per Hochspannungsleitung in den Süden der Bundesrepublik befördert werden muss. Aber gegen die Stromtrassen regt sich Widerstand. Fotos: U.Dahl, Techn.Uni, Stiftg.Offshore Energie

Wer seinen Urlaubsort an Nord- oder Ostseeküste besucht, erlebt fast überall das gleiche Bild: Unzählige Windräder drehen sich am Horizont – deutliche Zeichen der Energiewende. Doch das Windaufkommen ist in Deutschland unterschiedlich verteilt. Während an den Küsten der Wind häufig kräftig bläst, weht in anderen Teilen der Republik nur ein laues Lüftlein – zu wenig, um den Ausfall des Atomstroms ab 2022 zu kompensieren. Durch Deutschland laufen fast 1,8 Millionen Kilometer Stromleitungen. Doch für die Umsetzung der Energiewende reicht das nicht aus. Deshalb sollen in Zukunft drei Höchstspannungsleitungen den Windstrom aus dem Norden zu den Verbrauchern im Süden des Landes transportieren. Insgesamt sollen rund 3.800 Kilometer Leitungstrassen neu verlegt und auf weiteren 4.000 Kilometern bestehende Netze ausgebaut werden.

Von Wilster nach Grafenrheinfeld

Als Hauptschlagader der Energiewende gilt dabei die sogenannte Sued-Link-Trasse, die künftig über 800 Kilometer Strom von Wilster in Schleswig-Holstein über die Bundesländer Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Hessen bis ins nordbayerische Grafenrheinfeld fließen lässt. Doch obwohl der Netzbetreiber Tennet bisher nur sogenannte Grobkorridore von etwa 15 Kilometern Breite für die Trasse festgelegt hat, regt sich an vielen Orten Widerstand. Fast niemand will die bis zu 75 Meter hohen Hochspannungsmasten mit 380 Kilovolt Spannung vor seiner Haustür haben. Nach den bisherigen Planungen soll die Trasse überwiegend oberirdisch geführt werden. Denn ein Erdkabel wäre erheblich teurer. Nach Angaben des Netzbetreibers Amprion kostet ein Kilometer Freileitung rund 1,5 Millionen Euro; die gleiche Strecke unter der Erde würde hingegen zehn Millionen Euro kosten.

Mehr über Windenergie und Offshoretechnik auf Nord- und Ostsee finden Sie in der neuen Ausgabe von LAND & MEER. Sie bekommen das Magazin entweder am Kiosk für 8,90 Euro oder hier direkt versandkostenfrei im LAND & MEER Shop

 

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren!

Jeder Handgriff muss sitzen: Segeln lernen auf der Brigg „Roald Amundsen”. Foto: VLLaS e.V.

Ein Ausflug auf See

Die Segel hissen

Der Alltag an Bord eines Schulseglers ist voller Entdeckungen – besonders wenn Sie zum ersten Mal auf einem Traditionsschiff mitsegeln. mehr →


Der Museumshafen aus der Luft: Schiffseigner zeigen hier ihre Schmuckstücke dem interessierten Publikum. Foto: Museumshafen Oevelgönne

Traditionsschiffe in Hamburg

Hamburg segelt

Traditionsschiffe in Fahrt – ein spannendes Kapitel Hamburger Geschichte liegt auf dem Wasser: kleine Fischerboote, kraftprotzende Schlepper, elegante Segler, historische Dampfer und Überseefrachter. Maritime Arbeitstiere, die einst das Bild der Elbe bestimmten. Diesen wertvollen Schatz zu bergen und zu bewahren, fachkundig zu restaurieren und in Fahrt zu halten, das haben sich begeisterte Shiplover, private Vereine und Gruppen, meistens ehrenamtlich tätig, zur Aufgabe gemacht. LAND & MEER zeigt, wo die alten Schiffe liegen und fahren. Von TILL F. BRAUN UND RENATE PREUSS mehr →


Soundcheck am Hafen für das Klaipeda Castle Jazz Festival.

Klaipeda lockt mit Jazz-Musik und traumhafter Landschaft

Swingende Stadt am Kurischen Haff

Bläser, Schlagzeug und Gesang - Jazz-Musik zieht die Besucher in Scharen zur Bühne direkt am Hafen von Klaipeda. Etwa 20.000 Gäste besuchen jährlich das kostenlose Klaipeda Castle Jazz Festival, das jedes Jahr Anfang Juni im Schatten der ehemaligen Memelburg veranstaltet wird. Text und Fotos: Helmut Heigert mehr →


Gratis Leseproben des Land & Meer Verlags

Lesen Sie in den aktuellen Ausgaben