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Crashs und Kollisionen
Die havarierte "Jade" gestern am Strand der Elbe bei Ohtmarschen. (Foto: Cathrin Schaper)

Schiffsverkehr auf der Niederelbe

Crashs und Kollisionen

Festgekommen am Strand, Kollision mitten im Fahrwasser und jetzt auch noch eine Ramming in der Schleuse des Nord-Ostsee-Kanals in Brunsbüttel. Die Schifffahrt auf der Niederelbe steht zur Zeit unter keinem guten Stern.

(Hamburg, 06.03.2014) Am Dienstag Nachmittag um gegen vier Uhr ging die Unglücksserie auf der Elbe los.  Der 17.000 Tonnen Frachter "Jonni Ritscher" fuhr sich am Nordufer der Elbe in der Nähe des beliebten Strandlokals "Strandperle" fest. Da das Wasser aber auflief, Hochwasser am Pegel St. Pauli sollte gegen 18:00 Uhr sein, kam das Schiff aus eigener  Kraft wieder frei. Zwar verhängte die Wasserschutzpolizei sofort ein Auslaufverbot und ließ das Schiff erst einmal von Tauchern untersuchen. Doch die konnten keine größeren Schäden feststellen, so dass der Containerfrachter seine Fahrt Richtung Ostsee fortsetzten durfte. Zur Zeit (06.03.2014 – 14:00 Uhr) befindet sich das 178 Meter lange Schiff auf seiner Reise nach Muuga in Estland ungefähr querab von Tallin.

"Wilson Fedje" rammt "Jade"

Fast sechs Meter groß ist der Riss im Binnenfrachter "Jade". Das Schiff liegt jetzt am Nordufer der Elbe ganz in der Nähe des riesigen Findlings "Alter Schwede". Am Morgen des 05. März 2014 war die "Jade" im dichten Nebel von dem elbaufwärts fahrenden Frachter "Wilson Fedje" mittschiffs gerammt worden. Der Reaktion des Schiffsführers der "Jade" ist es zu verdanken, dass sein mit Sojaschrot beladenes Binnenschiff nicht mitten im Fahrwasser unterging. Trotz massivem Wassereinbruchs konnte er die "Jade" am Nordufer der Elbe auf den Strand setzten. Hier wird das Schiff jetzt entladen, um dann abgedichtet und aus dem Fahrwasser verholt zu werden. Die "Wilson Fedje", die unter Lotsenberatung nach Hamburg unterwegs war, hatte keine größeren Schäden, ist aber bis zu Klärung des Unfalls erst einmal mit einem Auslaufverbot belegt worden.

"Ginaldag" rammt "Arklow Muse"

Keine Reaktion auf "Voll zurück"!!! Hilflos musste die Brückencrew auf dem unter maltesischer Flagge fahrendem Tanker "Ginaldag" mit ansehen, wie ihr 13.000 Tonnen Frachter auf den Maschinenbefehl "Voll zurück" weiter beschleunigte und in das in der Schleuse liegende Containerschiff "Arklow Muse" krachte. Da man auf der "Arklow Muse" das Unglück kommen sah, hatte man geistesgegenwärtig ebenfalls "Voll zurück" gegeben und die Anker fallen lassen. So konnte die Besatzuung gerade noch verhindern, dass ihr Schiff in das Schleusentor krachte. Wie es zu diesem im Moment letzten Unfall kommen konnte, wird noch ermittelt. Während die "Ginaldag" in Brunsbüttel festliegt, konnte die von Bremen nach Kiel fahrende "Arklow Muse" ihre Fahrt fortsetzten. Sie soll in Kiel von Gutachtern untersucht werden.

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