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Ölunfall im ostfriesischen Etzel
Etzel liegt in der Gemeinde Friedeburg, mitten im Urlaubsgebiet und nahe am Jadebusen (Foto: Google Maps)

Gefahr für Umwelt und Trinkwasser

Ölunfall im ostfriesischen Etzel

Aus einem der großen unterirdischen Kavernenspeicher in der Nähe von Wihlhelmshaven ist eine beträchtliche Menge Erdöl ausgelaufen. Gräben und Flüsse sind verseucht. Die Bevölkerung hat Angst um ihr Trinkwasser.

Mehr als 50 Kavernen bietet der Salzstock Etzel, die als Speicher für Erdöl und Gas genutzt werden. Sie dienen als Versorgungssicherheit für Deutschland aber auch für die angrenzenden europäischen Länder. Aus einem nicht vollständig geschlossenen Ventil sind nach Angaben der insolventen Betreibergesellschaft "IVG Caverns" cirka 40 Kubikmeter Öl ausgetreten. Bemerkt wurde das mehr zufällig durch einen Radfahrer, der sich über ölverschmutzte Gräben wunderte und dies meldet.

Angst um das Trinkwasser in Wilhelmshaven

Das Leck konnte zwar schnell verschlossen werden, doch jetzt kämpfen mehrere hundert Helfer damit, die Ölverschmutzung einzudämmen und zu verhindern, dass die dreckige Brühe in den Jadebusen fließt. Die Bevölkerung in der Gegend treibt die Sorge um ihr Trinkwasser um, denn ganz in der Nähe der Leckage liegt ein Grundwasserschutzgebiet, in dem das Trinkwasser für die Stadt Wilhelmshaven gefördert wird. Andreas Rudolph, Sprecher der Bürgerinitiative Lebensqualität Horsten-Etzel-Marx sagte in einem Interview auf "NDR I Niedersachsen": "Wir sind in größter Sorge, dass unser Grundwasser jetzt extrem gefährdet ist." Er forderte von den Behörden schnelles Handeln und Transparenz. Zur Zeit hat sich das Öl auf einer Länge von 6,2 Kilometern über Gräben und Entwässerungskanäle ausgebreitet.

Mehr dazu: NDR 1 Niedersachsen 

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