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Auswilderungstermin gut besucht
415 Junghummer wurden in einer lauen Sommernacht vor Helgoland ausgewildert

Projekt „Hummerpatenschaften auf Helgoland“

Auswilderungstermin gut besucht

Nach den erfolgreichen Aktionen in 2008 bis 2012 wurden bei prächtigstem Wetter am Sonnabend des 3. August 2013 von Mitarbeitern der Biologischen Anstalt Helgoland (BAH) des Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung auf Helgoland erneut exakt 415 gezüchtete Junghummer ausgewildert.

Die Tiere wurden zunächst in der Züchtungshalle der BAH in Transportgefäße gesetzt. Gegen 21.15 Uhr legte das institutseigene Motorboot „Aade" mit den Hummern an Bord ab und fuhr – begleitet von Helgoländer Börtebooten mit den Paten an Bord – auf der Helgoländer Reede Richtung Norden, wo dann die farbmarkierten Tiere unter dem Beifall aller Anwesenden in die Freiheit entlassen wurden.

Begleitet wurde die Aktion dieses Mal von sage und schreibe 190 Hummerpaten, die zuvor über den Termin informiert wurden. „Die meisten der Paten (einige davon waren das erste Mal auf Helgoland) reisten extra zu diesem Ereignis an", freute sich Helgolands Tourismusdirektor Klaus Furtmeier, der selbst natürlich auch Hummerpate ist und die anwesenden Paten begrüßte.

Patenschaften für Hummer

Seit Dezember 2007 bieten die BAH und die Kurverwaltung Helgoland als Kooperationspartner Patenschaften für Hummer an. Bisher haben gut 1.600 Freunde dieser Krebsart eine Patenschaft für den Hummernachwuchs übernommen. Sie unterstützen damit finanziell die Aufstockung des Helgoländer Wappentieres. Die Forscherinnen und Forscher sind jedoch weiterhin auf Spenden und Unterstützung angewiesen! Um nämlich die Population nachhaltig zu sichern, wäre ein immenser Betrag notwendig, den man mithilfe von Sponsoren und Zuschussgebern aufzubringen versucht. Für einen Jahresbeitrag von nur 25 € können Hummerpaten das Projekt weiter unterstützen.

Im Labor der BAH ziehen Wissenschaftler Hummer aus dem Ei über frei schwimmende Larvenformen bis hin zum bodenlebenden Junghummer auf. „Bevor die Tiere im Freiland weiter heranwachsen, bekommen sie eine Farbmarkierung, die dazu dient, sie später von Wildfängen zu unterscheiden", so Dr. Isabel Schmalenbach, die die Fänge der eng kooperierenden Helgoländer Hummerfischer begutachtet, um über den Anteil von Zuchthummern am Gesamtfang die Anzahl der auf dem Felssockel vorkommenden Tiere zu berechnen.

Wissenschaftliche Untersuchungen haben zudem gezeigt, dass eine Auswilderung von Tieren dieser Größe gute Überlebens- und Entwicklungsbedingungen im Freiland vorfinden.

Die Übernahme einer Hummerpatenschaft ist denkbar einfach: Auf der Internetseite c986 kann sofort die Mitgliedschaft angemeldet werden!

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(Text: Klaus Furtmeier und Biologische Anstalt Helgoland)

Mehr über Hummer auf Helgoland finden Sie in der neuen Ausgabe von LAND&MEER, die Sie jetzt am Kiosk finden, oder für 7,90 Euro portofrei im LAND&MEER Shop bestellen können.

 

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