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Von Wasser umgeben
Die Pfahlbauten sind die Wahrzeichen von SPO

St. Peter Ording

Von Wasser umgeben

St. Peter-Ording auf der Halbinsel Eiderstedt ist von Wasser umgeben. Einzigartig sind die Pfahlbauten am zwölf Kilometer langen Nordseestrand mit fünf Badestellen des Nordseeheilbades. Seit 1911 halten die pittoresken Hütten den Nordseewellen stand, trotzen dem Wind und sind bei Sturmflut oftmals ganz umspült.

Das „Bedürfnis nach gesunder Erholung" loc­­­kte bereits Mitte des 19. Jahrhunderts die ersten zahlenden Badegäste auf die weitläufige, dem Nordseeheilbad St. Peter-Ording vorgelagerte Sandbank, um sich, streng nach Geschlecht getrennt, in die Fluten zu stürzen. Zum Zwecke des diskreten Wechsels der Badegarderobe rollten die freundlichen Gastgeber blickdichte Holzkarren an den Strand, kleine Hütten boten Schutz vor Wind und Wetter. Tobte das Meer jedoch über Gebühr, mussten Hütten und Karren eiligst in Sicherheit gebracht werden – ein lästiges Unterfangen für alle Beteiligten.

Die Wahrzeichen von St. Peter Ording

Als gewagte Lösung des Problems präsentierte sich die erste „Giftbude", ein wackliges Holzgebilde auf hohen Pfählen, in dem es nach Erklimmen einer schmalen Hühnerleiter „wat geev" (etwas gibt – daher das Wort „Gift"), nämlich einen wärmenden Weinbrand oder steifen Grog. St. Peter-Ordings einzigartige Wahrzeichen waren geboren: Seit 1911 halten die pittoresken Pfahlbauten den Nordseewellen stand, lassen sie mehr oder weniger gelassen unter sich hinwegrollen.

Heute ragen an den fünf Badestellen an St. Peter-Ordings zwölf Kilometer langen und teilweise zwei Kilometer breitem Strand die mittlerweile stabil konstruierten Pfahlbauten, versehen mit zeitgemäßer Technik, in Dreiergruppen in den Himmel. Zwei der hölzernen Gehäuse sind für die Badeaufsicht, die Strandkorbvermietung und für Sanitäranlagen reserviert, der dritte Pfahlbau kommt jeweils seiner ursprünglichen Nutzung als „Giftbude" nach: Hier findet jeder Durstige und Hungrige in luftiger Höhe und einzigartiger Atmosphäre ein lukullisches Programm der unterschiedlichsten Art.

Von Renate Preuss 

Sansibar Arche Noah
Hier hat selbst der Weg Geschichte: Die Seebrücke, die 1926 im Ortsteil Bad als spektakuläre Neuheit eingeweiht wurde, führt heute als moderner Prachtboulevard stramme 1.000 Meter in schönste Weite der Natur. Am Ziel erwartet den Gast ein Restaurant mit prickelnder Vergangenheit und viel versprechender Zukunft: Landeten in den fünfziger Jahren des vorigen Jahrhunderts vermögende Städter mit ihren Sportflugzeugen zu Füßen dieses Hotspots zum Lunch, mixt sich hier seit 2011 das besondere Feeling der Sylter Sansibar-Philosophie mit „der Eigenständigkeit, die für St. Peter-Ording wichtig ist", so Gastgeberin Marion ter Smitten. Sie möchte mit ihrem frisch-freundlichen Team den Gast – ganz gleich ob Promi oder Pauschal­urlauber – „mit einer hochwertigen Küche zu vernünftigen Preisen" glücklich machen, mit Speisekarten-High­lights wie großformatigen US-Steaks, Fisch- und Fleischfondue und der legendären Currywurst. Und auch die Top-Party-Tradition von einst erlebt hier mit Events wie der Polo-Players-Night eine spritzige Renaissance.
Sansibar Arche Noah, Seebrücke, 25826 St. Peter-Ording, Tel.: 04863/47 83 78,

www.sansibar-arche-noah.de

Von Wasser umgeben
Die erste Giftbude am Strand
Die Seekiste
Angefangen hat die Karriere der „Seekiste" im Jahre 1956 als Kiosk an den damals so beliebten Bade­kabinen. Heute ragt die „Seekiste" stolz als einziger Pfahlbau auf der Sandbank des Ortsteils Böhl, und auch heute werden Strandbesucher „auf die Schnelle" von einem Kiosk im Parterre versorgt. Oben in luftiger Höhe haben seit 2007 Maike und Dirk Haupt das familiär-gemütliche Restaurant von Maikes Eltern übernommen. Von März bis Oktober verwöhnen die beiden ihre Gäste mit einer vielseitigen Frischeküche, mit perfekten Fischgerichten, mit Lamm und Krabben, die frisch gepult direkt vom Kutter auf die hübsch gedeckten Tische kommen, mit hausgemachtem Kuchen und dem berühmten Labskaus, das nach Original-Rezept mit der entsprechenden Historie serviert wird.
Die Seekiste, Am Böhler Strand, 25826 Bad St. Peter-Ording, Tel.: 04863/47 67 57,
www.dieseekiste.de.

Strandhütte
„Mein Arbeitsplatz liegt sieben Meter über dem Alltag“, schwärmt Axel Kirchner, wenn er über seine „Strandhütte“ spricht, die sich auf dem weiten Bade­strand vor dem Ortsteil Dorf erhebt. Ein Paradies für Naturfreunde und Ruhesuchende. Seine Gäste fühlen sich in seinem hellen Restaurant mit dem großen Sonnendeck dem Himmel ein Stück näher. Tagsüber dominieren kleine Köstlichkeiten von süß bis herzhaft die Speisekarte, am Abend verwandelt sich die „Hütte“ in ein formidables Restaurant, in dem in stilvoll-lässiger Atmosphäre exquisite Kochkunst präsentiert wird. Küchenmeister Kirchner hat in Spitzenküchen der Schweiz jahrzehntelang Erfahrungen gesammelt, die er heute mit seinen ganz eigenen Ideen zu „kulinarischen Kreationen authentisch leicht auf ein Maximum reduziert“. Ein Verfahren, das selbst erfahrene Gourmets „über dem Alltag“ schweben lässt.
Strandhütte, Südstrand 1, 25826 St. Peter-Ording, Tel.: 04863/474 70 11,
www.die-strandhuette.de

Strandbar 54° Nord
Hier tobt die Action! Hier auf dem ebenen, zum Wasser abfallenden Strand finden Kitesurfer und -buggies, Strandsegler und Beachvolleyballer ihr perfektes Terrain. Hier vor dem Ortsteil Ording schwingt sich die „Strandbar 54°" in den Himmel und „gibt den Menschen das Gefühl, dass genau hier und in diesem Moment Urlaub und Erholung angesagt sind", meint Hausherr Uwe Kirchner und weist auf die Sonnenliegen, die unter Palmen auf der Terrasse seiner rustikal-authentischen Bar zum „Entschleunigen" laden. Die Küche gibt sich lecker und gutbürgerlich bis zu knusprigen Waffeln nach Oma Margaretes überliefertem Rezept. „Wir leben Strandbar" ist sich das muntere Team mit seinen Gästen in luftiger Höhe immer wieder einig.
Strandbar 54°, Strandweg 999, 25826 St. Peter-Ording, Tel.: 04863/47 81 75,
www.strandbar-54grad-nord.de.


Strandcafé Silbermöwe
Auf historischem Boden – hier vor dem Ortsteil Ording-Nord wurde einst die erste „Giftbude“ errichtet – pflegen Gaby und Thorsten Hans den heimelig-gemütlichen Stil ihres Anwesens, der den Gästen seit Jahrzehnten so gut gefällt. Anregungen für Neues werden entschieden abgewinkt und auch die Küche setzt auf die appetitlich soliden Rezepte aus der Region. Für so manchen Gast ist das „Strandcafé Silbermöwe“ der Urtyp der Pfahlbauten, selbst das Fernsehen war der Meinung und drehte hier „Gegen den Wind“ und die „Strandclique“.
Strandcafé Silbermöwe, 25826 St. Peter-Ording, Tel.: 04863/12 22,
www.strandcafe-silbermoewe.de.

Mehr über Ausflugsziele bei uns im Norden finden Sie in der neuen Ausgabe von LAND & MEER. Sie bekommen das Magazin entweder am Kiosk für 8,90 Euro oder hier direkt versandkostenfrei im LAND & MEER Shop

 

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