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Wo sind die Zugvögel?
Vorgelbeobachter auf der Suche nach den Zugvögeln

Keiner da

Wo sind die Zugvögel?

Trotz vieler Bemühungen rasten immer weniger Zugvögel im Nationalpark Wattenmeer. Die Bestände wichtiger Vogelarten sind drastisch zurückgegangen.

Zu den rückläufigen Vogelarten zählen der Alpenstrandläufer, der Knutt und die Pfuhlschnepfe. Für viele Küstenvogelarten gehört das Wattenmeer zu den wichtigsten, nicht austauschbaren, Brut- und Rastgebieten in Westeuropa.

Was sind die Ursachen?

Mögliche Ursachen für den Vogelschwund seien der Klimawandel in der Arktis sowie der fehlende Schutz vor Umwelteinflüssen auf den Zugrouten und im Wattenmeer. So kritisieren Vogelschützer das Kite-Surfen im Wattenmeer, weil die Wassersportler den Vogelkolonien zu nahe kommen. Außerdem werden viele Vögel von hiesigen Räubern wie Katzen und Nagetieren bedroht. Auch die maschinelle Strandreinigung ist nach Meinung von Naturkundlern schädlich. Denn mit der Reinigung des Spülsaums wird verschiedenen Seevogelarten die Nahrungsgrundlage entzogen.

Natur Natur sein lassen

Gemäß des Mottos der Nationalparks solle man die „Natur Natur sein lassen“. Das gelte besonders für Seevogelkolonien, die sich immer wieder an neuen Standorten ansiedeln. „Um den Gründen für das Wegbleiben der Zugvögel auf die Spur zu kommen, sind biologische Langzeitstudien dringend erforderlich“, fordert die Arbeitsgemeinschaft Seevogelschutz.(b)

 

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