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Naturschützer fordern Schutzzonen
Bestimmte Zonen im Nationalpark Wattenmeer sollten für Kitesurfer tabu sein: zum Schutz der Vögel. (Foto: Gard Kitesurf Worldcup 2007)

Kitesurfer stören Vögel

Naturschützer fordern Schutzzonen

Kite-Surfing soll in einigen Zonen des Nationalparks Wattenmeer verboten werden, fordern Umweltschätzer.

„Kite-Surfer stören Vögel und stellen das Schutzzonen-Konzept in Frage“, sagt Christof Götze, Sprecher der Naturschutzgesellschaft „Schutzstation Wattenmeer“. „ Es muss klar definierte Nutzungsbereiche geben mit Bereichen, in denen das Kitesurfen erlaubt ist und Bereichen für Brut- und Rastvögel“, so Christof Götze. Erst bei Flut wird Kite-Surfen zum Problem. Alle von der Nordsee überspülten Gebiete gelten dann als Bundeswasserstraße und können somit von Surfern genutzt werden. Da Kite-Surfern schon 20 Zentimeter Wassertiefe ausreicht, surfen sie auch entlang der Brutstätten von Vögeln. „Kein Vogel bleibt auf seinen Eiern sitzen, wenn ein Surfer direkt an seinem Nest vorbeifährt“, sagt Götze. Auch während des Vogelfluges im Frühjahr und im Herbst kommen sich Fun-Sportler und Wasservögel ins Gehege. Die Zugvögel brauchen Ruhe, um sich Fettreserven für den Flug anzufressen, und sollten währenddessen nicht gestört werden, meinen die Umweltschützer. Kite-Surfen hat sich seit den 80er Jahren von einem seltenen Individual-Sport zu einem Breitensport entwickelt. Bevorzugtes Revier für den nicht ganz ungefährlichen Sport sind die Kilometer langen Strände von Sankt-Peter-Ording, Sylt und Amrum.(b)

 

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